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Außergerichtlich vergleichen - aber richtig

Bautzen, 28.02.2018

Zwei Fälle, zweil menschliche Schicksale, zwei glückliche Wendungen:

Die selbstständigen Handelsvertreter eines großen Finanzdiensleisters müssen einen gehörigen Respekt vor ihrem Innendienst / der zentralen Compliance-Abteilung haben. Anderes ist es nicht zu erklären, das die für unsere Mandanten vorgetragenen Ansprüche gegen diese Handelsvertreter per Ratenzahlungsvergleich samt notariellen Schuldanerkenntnis reguliert wurden und unsere Mandanten doch noch zu ihrem Recht kamen ohne größeres Prozeßrisiko. Die Ankündigung, den Fall der "Zentrale" zu melden, wirkte Wunder:

Im ersten Fall war es eine misslungene Traum -  Haus - Finanzierung. Nach drei Jahren Vorbereitungszeit fiel die Finanzierungszusage geringer aus wie versprochen und blieben die Mandanten auf Architektenkosten im fünftstelligen Bereich sitzen, weil der mittlerweile entnervte potentielle Verkäufer das Grundstück für das gedachte Traumhaus an einen Dritten veräußerte. Die Geschädigten wandten sich an die Kanzlei Reime und bekamen eine Ratenzahlungsvergleich zur Rückzahlung aller nutzlosen Aufwendungen und ein notarielles Schulkdanerkenntniss des Beraters in voller Schadenshöhe samt Anwaltskosten.

Im zweiten Fall  schloß der Berater aus allgemeiner Geldnot zwei Darlehensverträge über insgesamt € 100.000 mit einem seiner Kunden ab und zahlte im Zeitpunkt der Mandatierung der Kanzlei Reime schon lange die vereinbarten Raten nicht mehr. Natürlich wurden beide Darlehen von uns sofort fällig und in Aussicht gestellt, den Vorgang der "Zentrale" zu melden. Denn gleichzeitig hatte dieser Berater nebenbei auch noch den Kauf dubioser Onecoin´s empfholen, welche weder legal noch zum Portfolio des Finanzdienstleisters gehören. Der Geschädigte bekam einen Ratenzahlungsvergleich und ein notarielles Schuldanerkenntnis vom Berater über die volle Summe und die Anwaltskosten.

Würden in beiden Fällen die Raten nicht pünktlich gezahlt werden, würde aus den notariellen Schuldanerkenntnissen vollstreckt werden können, da sie Gerichtsurteilen gleichkommen. Gepfändet würden auch die Prosvisionsansprüche der Berater gegen die Finanzdienstleister -  eine äußerst unangenehme Vorstellung - die zur zufriedenstellenden Erfüllung der Vergleichsvereinbarungen führen dürfte.

Fazit

Auch außergerichtlich können Geschädigte zu ihrem Recht gelangen.  

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