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Anleger obsiegen vor Landgericht Magdeburg gegen Anlageberater wegen fehlerhafter Anlageberatung zu Anteil an SHB-Fonds Fürstenfeldbruck und München KG

Bautzen, 07.03.2018

Die Eheleute beteiligten sich auf Veranlassung und nach Rat durch den Anlageberater M.  zweimal in Form einer sognannten "Immorente" in Höhe von insgesamt € 25.000 an dem geschlossen Immobilienfonds SHB Innovative Fodnskonzepte GmbH & Co. Objekte Fürstenfeldbruck und München KG. Diese mangelhafte Anlageberatung zeigt einmal mehr, dass offenbar nicht viel Qualifikation nötig war um solche Beteiligungen zu verkaufen.

Auf die Frage des Verfassers hin, was den dieser geschlossene Fonds mit Immobilien zu tun hätte, blieb der Beklagte merkwürdig lange still. Auch nach längeren Zuwarten kamen keine Erläuterungen, dass es ja ein Dachfonds sei, bei dem ein Teil der Immobilien bei Prospektherausgabe entgegen des Fondsnamens noch gar nicht feststehen. Die geschädigten Anleger waren jedoch solche  gesellschaftlichen und unkalkulierbaren wirtschaftlichen Risiken durch ihr Immobilieneigentum nicht bekannt. Diesen Unterschied vergaß der Beklagte herauszuarbeiten und verständlich dazustellen:

Als Fondsanleger sind sie gerade nicht nur typischen Vermietungsrisiken ausgesetzt und sind auch nicht (Teil-)Eigentümer einer Immobilie sondern sind mittelbar über eine Treuhänderin beteiligt an einer Fondsgesellschaft, die wiederum an einer anderen Objektgesellschaft beteiligt ist, der Immobilien gehören und deren Investitionsziele zu einem erheblichen Teil bei Fondsbeitritt noch gar nicht feststanden(teilweiser Blindpool) und die ihre Gesamtzeichnungssumme von € 25.000 abzahlen müssen und nicht etwa ansparen können, wie das Wort "Immorente" irreführend vermuten lässt.

Folglich muss der Anlageberater, nach dem Urteil des LG Magdeburg vom 22.02.2018 in Az.: 9 O 938/17,  ihnen sämtliche Einzahlungen an den Fonds ersetzen und sie von offenen, noch nicht bezahlten Verbindlichkeiten gegenüber der Fondsgesellschaft  freistellen, wenn das Urteil rechtskräftig würde. Da es jedoch im Wesentlichen auf der Glaubwürdigkeit der Aussagen der Eheleute fusst und der Anlageberater in der Verhandlung eher konfuse Äußerungen von sich gab, dürfte eine etwaig eingelegte Berufung von ihm erfolglos bleiben.

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