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Smallfunds GmbH (SG) Insolvenz / Strafverfahren

Bautzen, 28.02.2018

Die SG ist insolvent und ihr ehemaliger Geschäftsführer auf der Flucht vor dem Haftbefehl. Nach Auswertung der Akte des Insolvenzgerichtes und des polizeilichen Ermittlungsberichtes haben wir den Sachverhalt umfassend aufgeklärt.

Nunmehr steht fest, dass Investoren unter bestimmten Voraussetzungen Schadensersatzansprüche gegen die verantwortlichen Anlageberater geltend machen können, da mehr iPad´s verkauft und vermietet wurden, als tatsächlich vorhanden waren. Es ist schlichtweg von einem Schneeballsystem auszugehen.  

Aufgrund der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft steht fest, dass es für jeden Anlageberater erkennbar war, dass das Geschäftsmodell der SG unseriös und unplausibel war. Weder war die Rendite nach Abzug der Kosten seriös erzielbar, noch hatten die beteiligten Personen die propagierten Qualifikationen.

In den Vertragsklauseln fehlen Hinweise zum Totalverlustrisiko gänzlich.      

Anlageberater müssen jedoch vor einer entsprechenden Anlageempfehlung das Investment auf wirtschaftliche und rechtliche Plausibilität prüfen. Tun sie dies nicht, müssen sie hierauf hinweisen und dürfen keine Empfehlung abgeben.  

Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, haftet dem Anleger auf Schadensersatz nach dem Urteil des Bundesgerichtshofes in  III ZR 139/15.

Rechtsanwalt Jens Reime

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