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Global Financial Invest AG (GFI)

Bautzen, 28.02.2018

Die Anleger haben ihre Lebensversicherungen und Bausparverträge für die GFI aufgelöst und dafür eine wertlose Urkunde bekommen, wo der doppelte Kaufpreis zugesichert wurde. Dieser Betrag und die verkaufte Lebensversicherung waren in der Regel die Altersvorsorge bestimmt, die nunmehr verloren sind. 

Die GFI ist insolvent und ihre Vorstände rechtskräftig seit 2016 zu Freiheitsstrafen u.a. wegen unzulässigen Einlagengeschäftes verurteilt.

Wir haben Akteneinsicht in die Akte des Insolvenzgerichtes und der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main bekommen, und den Sachverhalt umfassend aufgeklärt.

Nunmehr steht fest, dass alle Investoren/Anleger umfassende Schadensersatzansprüche gegen die Verantwortlichen geltend machen können. Wir erlauben uns nachstehende Übersicht zu geben:        

1.         Haftung der Anlageberater Aufgrund der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft steht fest, dass es für jeden Anlageberater erkennbar war, dass das Geschäftsmodell der GFI unseriös, illegal und unplausibel ist. Weder war die Rendite nach Abzug der Kosten seriös erzielbar, noch hatten die beteiligten Personen die propagierten Qualifikationen. Die Vertragsklauseln sind arglistig und intransparent gewesen. Hinweise zum Totalverlustrisiko fehlen gänzlich. An keiner Stelle in der Ankaufsdokumentation, in Pressemitteilungen oder der Internetseite wurde der mit Ihrem Geld geplante Immobilienhandel transparent dargestellt. Weder wurde mitgeteilt, wieviel vom angelegten Geld investiert werden sollte, noch in welche Immobilien zu welchen Kosten. Zudem war der Ankauf von Lebensversicherungen gar nicht vom Gesellschaftszweck gedeckt, wie er im öffentlich einsehbaren Handelsregister nachzulesen ist. Anlageberater müssen jedoch vor einer entsprechenden Anlageempfehlung das Investment auf wirtschaftliche und rechtliche Plausibilität  prüfen. Tun sie dies nicht, müssen sie hierauf hinweisen und dürfen keine Empfehlung abgeben. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, haftet dem Anleger auf Schadensersatz nach dem Urteil des Bundesgerichtshofes in  III ZR 139/15.  

2.         Der für die damalige Rückabwicklung Ihrer Lebensversicherung zuständige Anwalt, welcher als Treuhänder fungierte, hätte das Geschäftsmodell nicht unterstützen dürfen bzw. hätte gar nicht tätig werden dürfen. Auch er haftet Ihnen nach dem Bundesgerichtshof auf Schadensersatz gemäß dem Urteil in VI ZR 569/13. 

3.         Der Vorstand der GFI haftet, weil er gegen eine Verbotsnorm aus dem Kreditwesengesetz verstieß, als er den Anlegern versprach, dass unbedingt und mindestens die Rückkaufswerte zurückgezahlt würden. Er hätte hierzu eine Banklizenz haben müssen. Die Vorstandshaftung  auf Schadensersatz wurde ebenfalls bestätigt durch Urteil vom Bundesgerichtshof in VI ZR 56/12.   

4.         Eine Rückabwicklung Ihrer bereits aufgelösten Lebensversicherung ist ebenfalls möglich um weitaus höhere Erträge zu erzielen. Hierzu ist es notwendig, dass diese Policen von der Insolvenzverwalterin an Sie freigegeben werden und durch uns rückabgewickelt werden gemäß aktueller Urteile des Bundesgerichtshofes in IV ZR 76/11, IV ZR 260/11 und IV ZR 460/14.

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