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BAXTER Sachwert GmbH & Co. KG (BSK) betrügerisches insolventes Schneeballsystem

Bautzen, 28.02.2018

Die BSK ist insolvent und die Forderungen der Anleger mittlerweile zum „Ausfall“ zur Insolvenztabelle festgestellt. Dies bedeutet, dass die Anelger das was sie an Sicherheiten bekommen haben, nun selbst verwerten müssen.  Mit verursacht haben diesen Kapitalverlust Anlageberater, welche völlig grundlos die angebliche Mündelsicherheit der Nachrangdarlehen hervorhoben. Es erscheint völlig abwegig annehmen zu wollen, eine Grundschuld an irgendeinem Haus im Nirgendwo sei eine mündelsichere Kapitalanlage. Umso mehr hätten die Gebäude auf Werthaltigkeit und die Ausfallversicherung auf belastbare vertragliche Fakten geprüft werden müssen.   

Nach Auswertung der Berichte des Insolvenzverwalters steht für uns fest, dass mit dem Geld der Anleger keinerlei gewinnbringendes Geschäft durchgeführt wurde. Es wurde für Kosten und Provisionen verbraucht. Er geht von einem betrügerischen Schneeballsystem aus. Nach Auffassung des Insolvenzverwalters sind auch die Teilgrundschulden wertlos, da die Häuser auf denen die Grundschulden lasten, wertlos sind.

Warum dann trotzdem die Anlageberater versprachen, dass Nachrangdarlehen mündelsicher seien, ist nicht nachvollziehbar. Aber auch die sogenannte Ausfallversicherung ist nur eine Fata Morgana. Die Baxter Insurance inc. ist im Register des Department of State als inaktiv vermerkt. Versicherungsprämienzahlungen an dieses Unternehmen gab es nicht. Eine Versi-cherung gab es nicht.

Anlageberater müssen jedoch vor einer Anlageempfehlung das Investment auf wirtschaftliche und rechtliche Plausibilität  prüfen. Tun sie dies nicht, müssen sie hierauf hinweisen und dürfen keine Empfehlung abgeben. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, haftet dem Anleger auf Schadensersatz nach dem Urteil des Bundesgerichtshofes in  III ZR 139/15.

Es wäre hier ganz leicht gewesen festzustellen, ob das Versicherungsunternehmen überhaupt noch aktiv ist und ob überhaupt noch operatives Geschäft durch die BSK durchgeführt wird. Zudem gab es nichts aber auch gar nichts Brauchbares, was hätte zur Empfehlung als „mündelsicher“ führen können.

Aufgrund der klaren Rechtslage gibt es auch keine Schwierigkeiten, die Fälle bei Rechtschutzversicherungen versichern zu lassen.

Wir haben bereits in der Vergangenheit merhfach mit obsiegenden Urteilen für unsere Mandanten gezeigt, dass Anlageberater auch Schadensersatz haften, wenn sie die Pflichten zur Plausibilitätsprüfung verletzen. Unter dem Suchwort "integro" finden sich ensprechende obsiegende Urteilsberichte auf unserer Internetseite

Rechtsanwalt Jens Reime

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