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Alleinerziehende Geringverdienerin bekommt Recht: Anlageberater haftet wegen Empfehlung zu SHB Altersvorsorgefonds

Bautzen, 28.10.2016

Trotz  eines   Verdienstes als Köchin von nur  500 € netto/Monat und zweier unterhaltspflichtiger Kinder, wurde unserer alleinstehenden Mandantin im Mai 2006 eine Ratenzahler – Beteiligung (ImmoRente) empfohlen mit monatlichen Beiträgen von € 35,00  und einer abzuzahlenden Gesamtsumme von € 7.000. Ganz klar und deutlich waren dann die Urteilsgründe zu Lasten des falsch beratenden Anlageberaters im Urteil des LG Dresden vom 28.10.2016, Az.: 9 O 2029 / 15,  welches der Anlegerin Schadensersatz zu 100% zusprach. Nicht nur diese Anlegerin sondern auch tausende andere Anleger sind auf die schön suggestiven Namen ImmoRente und Altersvorsorgefonds hereingefallen und dachten, sie würden etwas mit ihren monatlichen Raten zur Rente ansparen. Ausreichen ließ jedoch das Gericht für die Urteilsbegründung, dass schon allein die Einkommens- und Vermögensverhältnisse unserer Mandantin es nicht zuließen, ihr diesen riskanten und verlustträchtigen Anteil anzuempfehlen. Der Anlageberater muss daher ihre offene Ratenzahlerverpflichtung übernehmen und unserer Mandantin ihre Einzahlungen von fast € 4.000 ersetzen.  Das Gericht machte auch keinen Hehl daraus, was es von solch einer Beratung hält: Nach seiner Auffassung hat der der Anlageberater eine einfache Frau, welche mit beiden Beine im Leben steht und ihr Geld zusammenhalten muss, totgequatscht.

Rechtsanwalt Jens Reime

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