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SEB ImmoInvest – Landgericht Görlitz verurteilt Deutsche Vermögensberatung zu Schadensersatz

Bautzen, 20.04.2015

Ein Anleger des Fonds SEB ImmoInvest bekam vom Landgericht Görlitz mit Urteil vom 17.04.2015 (1 O 172/14) über 22.000,00 € Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung zugesprochen.

Der Fall
Der Anleger beteiligte sich Ende 2009 am Immobilienfonds SEB ImmoInvest in Höhe von 20.000,00 € und nochmals im Jahr 2010 in Höhe von über 13.000,00 €. Zu berücksichtigen ist, dass es bei diesem offenen Immobilienfonds bereits von Oktober 2008 bis zum Sommer 2009 zu einer ersten Aussetzung der Anteilsrücknahmen kam.

Das Landgericht Görlitz sah die Beraterpflichten darin verletzt, dass der Anleger nicht vollständig und richtig über die Risiken der Anlage aufgeklärt wurde. Das Gericht bestätigte, dass dazu auch das Risiko der Aussetzung der Anteilsrücknahmen gehört. Der Anlageberater der DVAG hätte den Anleger damit vor Erwerb der Anteile darauf hinweisen müssen, dass bereits eine solche Aussetzung stattgefunden hatte. Dies kann nämlich nur bedeuten, dass ein Großteil der Anleger bereits über einen längeren Zeitraum versucht hatte, die Anteile wieder zu veräußern. Laut dem Landgericht Görlitz deutet diese Tatsache darauf hin, dass das Vertrauen der Anleger in den Immobilienfonds nicht beständig war. Das Gericht betonte zudem, dass dem Anlageberater diese Tatsachen bekannt gewesen sein müssen, da darüber in zahlreichen Zeitungen berichtet wurde.

Folgen
Der Anleger bekommt aufgrund dieser fehlerhaften Beratung seinen restlichen Schaden ersetzt. Gleiches dürfte für jeden Anleger aus dem Einzugsberiech des Landgerichts Görlitz gelten, der sich nach Bekanntwerden der ersten Aussetzung der Anteilsrücknahmen und ohne Aufklärung über diese an dem Fonds beteiligt hat. Das Urteil ist rechtskräftig

Rechtsanwalt Jens Reime

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