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Kanzlei Reime hat Erfolg: Anleger obsiegt gegen Anlageberater wegen Falschberatung zu Anteil an ApolloProScreen GmbH & Co. Filmproduktions KG auf Schadensersatz vor LG Nürnberg

Bautzen, 03.07.2014

Anleger kann volle eingezahlte Summe und Freistellung von Verbindlichkeiten vom Berater verlangen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, dürfte aber es aber bleiben, da der Berater es nicht für nötig hielt, zum neben seinen Anwalt zum Termin zu erscheinen.

Der Fall
Der Anleger beteiligte sich Ende 2003 an der ApolloProScreen GmbH & Co. Filmproduktions KG in Höhe von € 10.000.
Von der Zeichnungssumme zahlte er nur einen Teil ein, wurde jedoch mit € 10.000 in das Handelsregister eingetragen. In der Folgezeit erhielt er Ausschüttungen, die er überraschender Weisezurückzahlen sollte, weil trotz Bankbürgschaft der Fondsgesellschaft die nötige Liquidität fehlt. Damit haftet er zweierlei. Zum einen in Höhe der eingetragenen aber nicht erbrachten Haftsumme und zum anderen in Höhe der erhaltene Ausschüttungen.
Aufgrund der durchgeführten Beweisaufnahme stand fest, dass der Prospekt nicht rechtzeitig übergeben wurde und dass selbst wenn er am Zeichnungstage übergeben worden wäre, dies bei 58 Seiten zu spät gewesen wäre. Auch die schriftliche Bestätigung auf dem Zeichnungsschein, den Prospekt zur Kenntnis genommen zu haben reichte nicht aus. Denn erstens ist dies kein Beweismittel und zweitens besagt dies nichts zur Rechtzeitigkeit der Prospektübergabe.

Folgen
Der Anleger bekommt seine € 5.300,00 zurück und kann verlangen, dass der Berater ihm die letzten Verpflichtungen aus dieser Beteiligung in Höhe von € 6.700,00.

Rechtsanwalt Jens Reime

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