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Insolvenzeröffnung gg. Sachwert-Schmiede GmbH: Welche Rechte haben Anleger ?

Bautzen, 11.01.2016

Bei der Sachwert-Schmiede aus dem baden-württembergischen Heddesheim handelt es sich um eine vermögensberatend tätige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), deren Geschäftsführer Herr Gerhard Heck ist.

Wie ihr Name schon andeutet, setzt die Sachwert-Schmiede GmbH auf das vor allem durch die expansive Geldpolitik der Zentralbanken angefachte Interesse von Kapitalanlegern an Investments in (vermeintlich) inflationsgeschützte Sachwerte. Besonderes Gewicht wird dabei augenscheinlich auf den so von der Sachwertschmiede bezeichneten Megatrend Rohstoffe und Edelmetalle gelegt.

Im Herbst 2015 geriet die Sachwert-Schmiede in den Fokus der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die als Finanzmarktaufsichtsbehörde sämtliche Bereiche des Finanzwesens in Deutschland kontrolliert. Die BaFin wirft der Sachwert-Schmiede vor, dass sie mit Dritten Darlehensverträge eingegangen wäre, in denen sie sich zur unbedingten Rückzahlung der angenommenen Gelder verpflichtet hätte, ohne indes die für derartige Geschäfte nach §§ 1, 32 des Kreditwesengesetzes erforderliche Erlaubnis besessen zu haben. Mit – nach Darstellung der BaFin – sofort vollziehbarem, aber zumindest im Oktober 2015 noch nicht bestandskräftigem Bescheid hat die BaFin vor diesem Hintergrund der Sachwertschmiede aufgegeben, ihr unerlaubt betriebenes Einlagengeschäft unverzüglich abzuwickeln. Demgemäß obliegt es der Sachwert-Schmiede, die angenommenen Gelder an die Darlehensgeber zurückzahlen.

Unter dem 30.12.2015 wurde schließlich durch Beschluss des Amtsgerichts Mannheim, Az.: 4 IN 896/15 wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung das Hauptinsolvenzverfahren über das Vermögen der Sachwert-Schmiede eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde der für die Kanzlei Kübler am Standort Mannheim tätige Hr. Rechtsanwalt Thomas Rittmeister bestellt. Die Insolvenzgläubiger wurden aufgefordert, ihre Insolvenzforderungen im Sinne von § 38 InsO bis zum 10.02.2016 bei dem Insolvenzverwalter schriftlich anzumelden.

Vor diesem Hintergrund besteht für Anleger der Sachwertschmiede Handlungsbedarf. Sie sollten prüfen, ob und inwieweit ihre Forderungen im Insolvenzverfahren optimal Berücksichtigung finden können. Darüber hinausgehend wäre auch über die Durchsetzung ggf. bestehender Schadensersatzansprüche nachzudenken, die Anlegern – je nach Lage des Einzelfalls – gegen die bei der Sachwert-Schmiede persönlich Verantwortlichen und/oder dem jeweiligen Vermittler der Kapitalanlage zustehen könnten.

Herr Rechtsanwalt Jens Reime verfügt als Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Versicherungsrecht über besonders vertiefte und spezialisierte Kenntnisse in diesen Rechtsgebieten. Seine in jahrelanger, bundesweiter Tätigkeit für geschädigte Kleinanleger erworbenen Erfahrungen werden mithilfe moderner Kommunikationsmittel zügig und professionell umgesetzt.

Jens Reime

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