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Insolvenzeröffnung Fidentum GmbH

Bautzen, 19.01.2016

Geschäftsgegenstand der in Hamburg ansässigen Fidentum GmbH ist ausweislich des Handelsregisterauszugs unter anderem das Halten und Verwalten von Beteiligungen an anderen Unternehmen im In- und Ausland. Gesetzlich vertreten wird die Fidentum GmbH durch ihren Geschäftsführer, Hr. Lars Wüstemann. Vertrieben bzw. angeboten wurde von der Fidentum GmbH unter anderem auch ein Fonds mit dem Namen LombardClassic3. Die Emittentin dieses Fonds, die LombardClassic3 GmbH und Co. KG wiederum sollte der Lombardium Hamburg GmbH und Co. KG, die das Geschäft der Pfandleihe betrieb, Darlehen gewähren.

Die Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG geriet indes ins Visier der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), deren Aufgabe es ist, das Finanzdienstleistungswesen in Deutschland zu überwachen. Mit Bescheid vom 4.12.2015 hat die BaFin der Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG aufgegeben, ein ohne Erlaubnis betriebenes Kreditgeschäft einzustellen und die entsprechenden Darlehensverträge unverzüglich abzuwickeln. Hintergrund dieser Entscheidung war, dass die Lombardium Inhabergrundschuldbriefe und Inhaberaktien belieh, ohne die dafür erforderliche Erlaubnis zu besitzen.

Jedenfalls ist auch das Geschäftsmodell der Fidentum GmbH letztlich nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Unter dem Aktenzeichen 67c IN 473/15 eröffnete das Amtsgericht Hamburg am 17.12.2015 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Fidentum GmbH. Zum Insolvenzverwalter wurde Herr Rechtsanwalt Prof. Dr. Klaus Pannen aus Hamburg ernannt. Im Übrigen wurden die Insolvenzgläubiger aufgefordert, ihre Forderungen bis zum 05.02.2016 unter Beachtung des § 174 InsO beim Insolvenzverwalter anzumelden. Der Termin zur Gläubigerversammlung, der zugleich Berichtstermin und Prüfungstermin ist, wurde für den 08.03.2016 bestimmt.

Anleger die sich vor diesem Hintergrund um die Werthaltigkeit ihres Investments in von der Fidentum AG vertriebene Kapitalanlageprodukte sorgen, sollten rasch sich der ihnen zur Verfügung stehenden Handlungsmöglichkeiten bewusst werden. So empfiehlt es sich, zu prüfen, wie bestehende Forderungen im Insolvenzverfahren bestmöglich durchgesetzt werden können. Auch sollte ein geschädigter Anleger bedenken, dass ihm – je nach Lage des Einzelfalls – auch Schadensersatzansprüche etwa wegen Beratungs- oder Prospektfehlern zustehen könnten.

Die Bautzener Rechtsanwaltskanzlei Jens Reime verfügt über eine jahrelange Erfahrung und durch entsprechende Fachanwaltstitel nachgewiesene, besonders vertiefte Kenntnisse auf dem Gebiet des Bank-, Kapitalmarkt-, und Versicherungsrechts. Herr Rechtsanwalt Reime bietet geschädigten Anlegern die Möglichkeit einer individuellen und kostenfreien orientierenden Ersteinschätzung in deren Rahmen er auch über gegebenenfalls im weiteren Verlauf entstehende Kosten aufklärt. Die Belange geschädigter Kleinanleger setzt er dank schneller und moderner Kommunikationsmittel bundesweit durch.

Jens Reime

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