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Agrofinanz GmbH: Anlegerrechte in der Insolvenz

Bautzen, 20.01.2016

Die im niederrheinischen Kleve ansässige Agrofinanz GmbH, gesetzlich vertreten durch ihre Geschäftsführer Anthony Alfred Berends und Bram Holthausen hat sich, wie ihr Name schon andeutet, auf die Entwicklung und den Vertrieb von Kapitalanlageprodukten konzentriert, die einen landwirtschaftlichen Bezug aufweisen. So bot die Agrofinanz GmbH Anlegern etwa die Möglichkeit in Palmöl zu investieren. Über recht komplizierte rechtliche Konstruktionen sollte man an den Erträgen von Ölpalmenplantagen in Ecuador profitieren.

Offenbar blieb der Agrofinanz ein nachhaltiger Erfolg am hart umkämpften Markt der Kapitalanlageprodukte jedoch verwehrt. Unter dem 8.9.2015 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die als staatliche Aufsichtsbehörde über die Einhaltung von Recht und Gesetz im Finanzwesen wacht, der Agrofinanz aufgegeben, ein von ihr unerlaubt betriebenes Einlagengeschäft einzustellen und abzuwickeln. Dies heißt nichts anderes, als dass die Agrofinanz GmbH verpflichtet wurde, die von den Anlegern geleisteten Gelder zurückzuzahlen. Die BaFin hat ihren Bescheid für sofort vollziehbar erklärt. Dagegen ist die Agrofinanz GmbH beim Verwaltungsgericht Frankfurt am Main vorgegangen, ohne dort indes einen Erfolg erreicht zu haben. Bestandskräftig ist der Bescheid der BaFin indes am 13.01.2016 noch nicht.

Schließlich hat das Amtsgericht Kleve unter dem Aktenzeichen 32 IN 95/15 und mit Wirkung zum 4.1.2016 hinsichtlich der Agrofinanz GmbH das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet. Dabei wurde Herr Rechtsanwalt Horst Piepenburg aus Düsseldorf zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Darüber hinaus hat das Gericht unter anderem angeordnet, dass Verfügungen der Agrofinanz GmbH über Gegenstände ihres Vermögens nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sein sollen. Auch wurde den Schuldnern der Agrofinanz (den sogenannten Drittschuldnern) verboten, an die Agrofinanz Zahlungen zu erbringen.

Vor diesem Hintergrund stellt sich für die Anleger der Agrofinanz GmbH die Frage nach dem weiteren Vorgehen. Zu überlegen ist etwa, ob und inwieweit Forderungen gegen die Agrofinanz schon jetzt, spätestens aber in einem möglicherweise noch zu eröffnenden Hauptinsolvenzverfahren bestmöglich geltend gemacht werden können. Auch sollte geprüft werden, ob Schadensersatzansprüche durchsetzbar sind. Je nach Lage des Einzelfalls kämen als Ansatzpunkte dafür – unter anderem – Prospektfehler oder aber auch eine fehlerhafte Beratung beim Erwerb der Kapitalanlage in Betracht.
Herr Rechtsanwalt Jens Reime vertritt geschädigte Sparer im gesamten Bundesgebiet. Er kann dabei auf eine langjährige Erfahrung zurückgreifen und verfügt über besonders vertiefte Kenntnisse auf dem Gebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts sowie des Versicherungsrechts, was nicht zuletzt durch seine beiden entsprechenden Fachanwaltschaften belegt wird. Gerne steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Reime im Rahmen eines kostenfreien Erstgespräch zu einer ersten orientierenden Einschätzung Ihres Angelegenheit zur Verfügung und erläutert Ihnen insbesondere mit welchen Kosten zu rechnen wäre.

Jens Reime

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