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Sea Class 10 GmbH & Co. KG: Fachanwalt setzt Schadensersatzansprüche durch

Bautzen, 01.01.2013

vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnetAktuelles: vorläufige Insolvenzverwaltung bei AG München 1501 IN 4215/12 seit 11.01.2013

Gründung: Anlageobjekt ist ein Schüttgutfrachter der Panamax-Klasse, Fondsgesellschaft ist die Sea Class 10 GmbH & Co. KG mit, Sitz in Grünwald bei München, Die Erwerber der Vermögensanlage (im Folgenden „Investoren“) konnten sich mittelbar über einen Treuhandkommanditisten oder unmittelbar als Kommanditisten an der Fondsgesellschaft beteiligen. Persönlich haftender Gesellschafter der KG ist die BATEA Mobilien Verwaltungsgesellschaft mbH, Tölzer Straße 15, 82031 Grünwald gesetzlich vertreten durch Geschäftsführer Dr. Klaus Wolf Geschäftsführer Stefan Ziegler, Geschäftsführer Steffen Kurt Holderer.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Gesellschaft hat mit Vertrag vom 21.12.2010 einen Kaufvertrag über den Erwerb des Schüttgutfrachters "MV Fearless I" über USD 26,24 Mio. abgeschlossen. Die Übernahme des Schiffes erfolgte am 12.08.2011.Die Gesellschaft hat des Weiteren die Verpflichtung der JATAGA KG gegenüber V.Ships Capital Partners aus dem Kauf- und Chartervertrag aus dem Jahr 2007 in Höhe von USD 730.000,00 übernommen.Des Weiteren bestehen Zahlungsverpflichtungen aus dem Beratungsvertrag mit der AL.Ships GmbH, Grünwald, in Höhe von USD 12.500,00, aus dem Fremdkapitalvermittlungsvertrag mit der ALCAS GmbH & Co. KG, Grünwald, in Höhe von USD 250.000,00 aus dem Eigenkapitalvermittlungsvertrag mit der ALCAS GmbH & Co. KG, Grünwald, in Höhe von USD 828.000,00, aus der Einzahlungs- und Platzierungsgarantie mit der KGAL GmbH & Co. KG, Grünwald, in Höhe von USD 183.000,00, sowie aus dem Konzeptionsvertrag mit der KGAL GmbH & Co. KG, Grünwald, in Höhe von USD 650.000,00.
Bilanzielle Überschuldung / Voraussetzungen für Kommanditistenhaftung

Die Gesellschaft weist in der Bilanz zum 31.12.2010 im Posten „nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteile und Entnahmen" einen Betrag in Höhe von EUR 6.759,88 aus. Im August 2011 hat die Gesellschaft das Schiff übernommen, das langfristig vermietet ist. Aufgrund der vorliegenden Einzahlungs- und Platzierungsgarantie, zukünftiger Ertragsüberschüsse aus der Vermietung des Schiffes sowie unter Berücksichtigung eines Verkaufserlöses wird das negative Eigenkapital zum Ende der Fondslaufzeit wieder ausgeglichen sein. Vor dem Hintergrund des bestehenden Chartervertrages verfügt die Gesellschaft über ausreichende Zahlungsmittel, um die bestehenden und auch künftigen Zahlungsverpflichtungen bedienen zu können.

Möglichkeiten der Anleger
Stattdessen können die Anleger nur noch Schadensersatzansprüche geltend machen. Schadensersatz für Anleger bedeutet, gegenüber denjenigen, die für die Prospekte, die Initiierungen und den Vertrieb der Anteile verantwortlich waren, Zahlungsansprüche in Höhe der an die Fonds gezahlten Summen geltend zu machen. Die Anleger sollten das Beste aus ihrer Situation machen und die Erfolgsaussichten ihrer Ansprüche prüfen lassen. Die Aussichten hierfür erscheinen gut, solange Anleger die Verjährungsfristen nicht tatenlos verstreichen lassen. Denn nach vielen Gesprächen stellte sich heraus, dass die Anleger über die Risiken kaum oder gar nicht rechtzeitig vor Fondszeichnung informiert wurden und dass die Verdienstmöglichkeiten der Berater verheimlicht wurden. Nachstehend eine Übersicht über die geläufigsten Fehler :
1. kein Hinweis auf Totalverlustrisiko, fehlende Eignung zur Altersvorsorge, lediglich das physische Untergangsrisiko des Schiffes wurde benannt,
2. kein Hinweis auf jederzeitige Verkaufsmöglichkeiten wegen Mindestlaufzeiten der gesellschaftsrechtlichen Beteiligung, die danach nicht auf einem geregelten Zweitmarkt für "gebrauchte" Fondsbeteiligungen veräußert werden können
3. keine Informationen über konjunkturell bedingte Risiken schwankender Charterraten wegen massiven Ausbaus der weltweiten Containerflotte
4. keine Information über Gewinne von Gründungsgesellschaftern
5. versteckte und verschleierte Informationen über Verwendung der Anlegergelder, es ist nicht klar wird, wie viel in die Substanz und wie viel in Kosten und Dienstleistungen investiert wird,
6. keine Informationen über die wahre Natur der Ausschüttungen, Ausschüttungen sind keine Gewinne,
7. keine Informationen über Verflechtungen und Beteiligungen der „Hintermänner“ des Fonds um Interessenkonflikte zu erkennen8. keine Informationenüber Betriebskosten- und Fremdwährungsrisiko

Aus heute noch ist für viele Anleger ihre Beteiligung ein „Brief mit sieben Siegeln“ und versteht kaum einer wie es zur derzeitigen Lage des Fonds kommen konnten, nachdem der Berater das Ganze im wesentlichen schön geredet hatte.
Für Fragen oder Hinweise stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Sie können aber auch unseren Fragebogen für Kapitalanleger downloaden.

Jens Reime

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