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HCI Shipping Select XVI MS “Hellespont Trader“ GmbH & Co. KG: Fachanwalt setzt Anlegeransprüche durch

Bautzen, 01.01.2013

Aktuelles: Insolvenzeröffnung bei AG Bremen 18.12.2012, 509 IN 49/12

Persönlich haftende Gesellschafterin der Firma MS "Hellespont Trader" GmbH & Co. KG ist die MS "Hellespont Trader" Verwaltungs GmbH, Hamburg, mit einem gezeichneten Kapital von EUR 25.000,00. Diese ist gleichzeitig alleiniges Geschäftsführungsorgan der Gesellschaft. Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Komplementärin sind die Herren Matthias Imrecke, Christian Ramm, Joachim Brack, Kaufmann (ab 24.05.2011).

Gründung: 14.02.2005 durch Initiator HCI Capital AG, MS “Hellespont Trader“ GmbH & Co. KG ist einer von drei Doppelhüllenrohöltanker des Fonds „HCI Shipping Select XVI“

Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten und gebildeten Bewertungseinheiten

Zur Finanzierung ihres Rohöltankers hatte die Gesellschaft langfristige Darlehen aufgenommen, die in USD und in JPY valutieren. Um dem Risiko steigender Zinsen im USD- und JPY-Bereich entgegenzuwirken, wurden mit einem Kreditinstitut Zinsswaps abgeschlossen. Mit den Zinsswap-Vereinbarungen zahlt die Gesellschaft einen Festzinssatz und erhält im Gegenzug von dem Kreditinstitut einen variablen Zinssatz auf den korrespondierenden Betrag. Aufgrund des nach Abschluss der Zinsswap-Vereinbarungen gesunkenen Zinsniveaus weisen die Zinsswap-Vereinbarungen zum 31. Dezember 2010 negative beizulegende Zeitwerte von TEUR 1.126 auf. Die Zinsswaps (Sicherungsgeschäfte) bilden zusammen mit den Fremdwährungsdarlehen (Grundgeschäfte) effektive Bewertungseinheiten. Eine Bilanzierung der negativen Marktwerte durfte gemäß § 254 HGB insoweit zulässigerweise unterbleiben. Die im Vorjahr bilanzierte Drohverlustrückstellung für negative Zeitwerte der Zinsswap-Vereinbarungen wurde vor diesem Hintergrund ergebniswirksam aufgelöst. Aus der Auflösung der Rückstellung sind im Geschäftsjahr 2010 sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 1.036 entstanden.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen


Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von umgerechnet EUR 648.028,83 (USD 867.321,78) im Rahmen von Financial Covenants (Stellung von Zusatzsicherheiten im Zusammenhang mit einer Währungsklausel in den Kreditverträgen).

Haftungsrisiken / Kommanditistenhaftung

Es bestand Ende 2010 ein nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil der Kommanditisten in Höhe von € 2.931.689,85.

Möglichkeiten der Anleger

Stattdessen können die Anleger nur noch Schadensersatzansprüche geltend machen. Schadensersatz für Anleger bedeutet, gegenüber denjenigen, die für die Prospekte, die Initiierungen und den Vertrieb der Anteile verantwortlich waren, Zahlungsansprüche in Höhe der an die Fonds gezahlten Summen geltend zu machen.
Die Anleger sollten das Beste aus ihrer Situation machen und die Erfolgsaussichten ihrer Ansprüche prüfen lassen. Die Aussichten hierfür erscheinen gut, solange Anleger die Verjährungsfristen nicht tatenlos verstreichen lassen. Denn nach vielen Gesprächen stellte sich heraus, dass die Anleger über die Risiken kaum oder gar nicht rechtzeitig vor Fondszeichnung informiert wurden und dass die Verdienstmöglichkeiten der Berater verheimlicht wurden. Nachstehend eine Übersicht über die geläufigsten Fehler :

1. kein Hinweis auf Totalverlustrisiko, fehlende Eignung zur Altersvorsorge, lediglich das physische Untergangsrisiko des Schiffes wurde benannt,
2. kein Hinweis auf jederzeitige Verkaufsmöglichkeiten wegen Mindestlaufzeiten der gesellschaftsrechtlichen Beteiligung, die danach nicht auf einem geregelten Zweitmarkt für "gebrauchte" Fondsbeteiligungen veräußert werden können
3. keine Informationen über konjunkturell bedingte Risiken schwankender Charterraten wegen massiven Ausbaus der weltweiten Containerflotte
4. keine Information über Gewinne von Gründungsgesellschaftern
5. versteckte und verschleierte Informationen über Verwendung der Anlegergelder, es ist nicht klar wird, wie viel in die Substanz und wie viel in Kosten und Dienstleistungen investiert wird,
6. keine Informationen über die wahre Natur der Ausschüttungen, Ausschüttungen sind keine Gewinne,
7. keine Informationen über Verflechtungen und Beteiligungen der „Hintermänner“ des Fonds um Interessenkonflikte zu erkennen
8. keine Informationenüber Betriebskosten- und Fremdwährungsrisiko

Aus heute noch ist für viele Anleger ihre Beteiligung ein „Brief mit sieben Siegeln“ und versteht kaum einer wie es zur derzeitigen Lage des Fonds kommen konnten, nachdem der Berater das Ganze im wesentlichen schön geredet hatte.

Für Fragen oder Hinweise stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Sie können aber auch unseren Fragebogen für Kapitalanleger downloaden.

Jens Reime

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