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GMP - Club des Peter R.: Betrugsprozess 520 Js 49885/10 9 KLs vor LG Landgericht Mühlhausen - dubiose Machenschaften von Vermittlern und Initiator

Bautzen, 06.06.2012

Am Landgericht hat ein Prozess gegen den mutmaßlichen Anlagebetrüger Peter R. begonnen. Er Mann soll rund 800 Personen aus Sachsen und Thüringen um rund vier Millionen Euro geprellt haben. Mit dem ihm anvertrauten Geld war er dann geflüchtet. Im Jahre 2009 überführten ihn Zielfahnder aus der Dominikanischen Republik.Den Anlegern hatte der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft Renditen von bis zu 2.500 % versprochen. Diese Gewinne wollte er angeblich mit Devisengeschäften erwirtschaften. Er habe jedoch keinen Cent wieder ausgezahlt sondern war untergetaucht. Er gab vor, einen GMP - Club oder GMP - Privatclub für die vermeintlichen Investoren zu führen, wobei die Kontaktaufnahme u.a. über die Mailadresse 40Monate@web.de erfolgen sollte. Dabei wurde u.a. folgendes Formular verwendet. Bis in das Jahr 2008 wurden Verträge noch angenommen.

Nach Angaben eines Zeugen habe ihm der Angeklagte innerhalb von zehn Minuten mathematisch erklärt, wie er das Geld erwirtschaftet. "Verstanden habe ich es nicht", sagte der Zeuge. Der Zeuge hat nach eigenen Aussagen einen Monat nach dem Gespräch den Vertrag unterschrieben und 10.000 Euro auf ein Schweizer Bankkonto des Angeklagten überweisen. Der 51-Jährige gab an, dass er das Geschäft niemals ohne Rückversicherung abgeschlossen hätte. Schließlich handelte es sich um die Altersvorsorge für seine Ehefrau. Das Geld sah er jedoch nie wieder.

Der Focus der anwaltlichen Tätigkeit ist derzeit auf Schadensersatzklagen gegen die vermittelnden Anlageberater. Den Beratern wäre es ein Leichtes gewesen, diese Kapitalanlagemodelle auf deren Plausibilität hin zu überprüfen. Das vergebliche Verlangen nach Bilanzen oder Geschäftsberichte über die bisherige Tätigkeit des Peter R. hätte ebenfalls stutzig machen müssen. Plausibilitätskontrollen vor Anlageempfehlungen gehören zu den Kardinalpflichten eines jeden Anlageberaters. Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes und der Instanzgerichte hierfür „spricht Bände". Wer so tut, als hätte er die angepriesene Kapitalanlage überprüft und deswegen für gut und sicher und vor allem empfehlenswert befunden, muss sich später nicht wundern, wenn er auf Schadensersatz verklagt wird. Das muss erst recht gelten, wenn bis zu 2.500 % Zinsen verspricht.

Achtung: Verjährung 31.12.2012 droht!

Da dieser „Club" 2009 wegen der Verhaftung des R. zusammenbrach, könnten die Anleger schon 2009 von den fraglichen Umständen hätten erfahren können, so dass die dreijährige kenntnisabhängige Verjährungsfrist am 31.12.2009 für Schadensersatzansprüche gegen die Anlageberater anfing abzulaufen.

Wir haben bereits in der Vergangenheit erfolgreich vergleichbare Betrugsfälle gegen die vermittelnden Anlageberater vor den Gerichten in ganz Sachsen abschließen können mit der Folge, dass Anlageberater erhebliche Summen an unsere obsiegenden Anleger zahlen mussten und noch zahlen müssen. Wir verweisen hierzu auf unsere Urteile zu Integro-Fällen auf der Homepage und auf unseren Sonderbeitrag hierzu auf anwalt24.de.

Diese positiven Erfahrungen berechtigen zu optimistischen Prognosen auch in diesem neuen großen Betrugsfall.

Gern können Sie sich hierfür unseren Fragebogen herunterladen im pdf-Format oder uns persönlich kontaktieren.

Jens Reime

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